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Plicasyndrom

Unter einer Plica versteht man eine Falte der inneren Gelenkshaut, die meist von der Innenseite des Kniegelenkes Richtung Mitte zieht (Plica mediopatellaris). Plicae (Mehrzahl von Plica) entstehen während der Embryonalentwicklung und bilden sich in der Regel beim Erwachsenwerden zurück. Häufig bleibt jedoch eine Plica bestehen, die unter bestimmten Voraussetzungen Schmerzen im Kniegelenk verursachen kann. In den meisten Fällen bleibt eine Plica unbemerkt und löst keine Beschwerden aus. Ist die Plica allerdings größer, kann sie sich zwischen Kniescheibe (Patella) und Oberschenkelknochen (Femur) einklemmen und Schmerzen verursachen. Man spricht dann von einem so genannten Plicasyndrom. Durch die ständige Reibung kann es in weiterer Folge zu einem Knorpelschaden kommen.

 

Symptome beim Plicasyndrom

Schmerzen treten besonders bei Belastung des Kniegelenkes (häufiges Strecken und Beugen) auf und sind an der Innen- und Rückseite der Kniescheibe (Patella) lokalisiert. Häufig nehmen die Betroffenen ein Schnappen beim Durchbewegen des Kniegelenkes wahr. Besteht bereits ein Knorpelschaden können Schmerzen auch in Ruhe auftreten.

 

Diagnose beim Plicasyndrom

Durch eine gründliche klinische Untersuchung kann bereits der Verdacht eines Plicasyndroms gestellt werden. Hilfreich ist auch ein ausführliches Patientengespräch, in dem die genaue Lokalisation und Ausprägung der Schmerzen erhoben werden. In einer Magnetresonanztomographie (MRT) kann man das Vorhandensein einer Plica, ihre Lage und Größe meist gut feststellen. Es gibt jedoch auch Fälle, wo eine MRT Untersuchung zu keinem Ergebnis führt, weil sich die Plica nur bei einer bestimmten Position des Kniegelenkes ins Gelenk einklemmt. Besteht in diesen Fällen klinisch ein eindeutiger Verdacht eines Plicasyndroms, kann eine diagnostische Arthroskopie durchgeführt werden. Während der Arthroskopie kann das Kniegelenk durchbewegt werden und mit einer Kamera die Plica nachgewiesen werden.


Plica mediopatellaris
Plica mediopatellaris während einer Arthroskopie

 

Behandlung beim Plicasyndrom

Zunächst kann man versuchen ein Plicasyndrom konservativ, d.h. ohne Operation zu behandeln. Dafür ist es wichtig übermäßige körperliche Belastung zu vermeiden, insbesondere Bewegungen, die das Kniegelenk stark belasten. Unterstützend können entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente eingenommen werden. Führt die konservative Behandlung zu keinem Erfolg oder sind durch die Plica bereits Knorpelschäden entstanden, ist eine operative Entfernung der Plica im Rahmen einer Arthroskopie notwendig.